Ablauf des Vorstellungsgesprächs
Schlagwörter:Bewerbunggespräch, Interview, Interviewfragen, Jobinterview, Vorstellungsgespräch
Nach professioneller Vorbereitung steht dem Jobinterview nichts mehr im Wege. Grundsätzlich folgt jedes Vorstellungsgespräch einem bestimmten Muster und ist ist in mehrere Phasen gegliedert – Checks des Lebenslaufs und der relevanten Ausbildung und Berufserfahrung, soziale Kompetenz und Persönlichkeit, Motivation für die ausgeschriebene Stelle, Informationen für den Bewerber bzgl. des Unternehmens und der Position bzw. Absprache der Konditionen und offene Fragen.
Punkt 1: Letzter Check vor Beginn des Interviews
- Namen des Ansprechpartners in Erinnerung rufen
- Handy ausschalten
- Kaugummi eliminieren
- Schuhe und Hose oder Strümpfe auf Verunreinigung prüfen
- Hände waschen
- ein Blick in den Spiegel, ob Krawatte, Frisur und Make-up perfekt sind
- eventuell saubere Visitenkarte bereithalten
Punkt 2: Der Einstieg in das Jobinterview
Der erste Eindruck ist ausschlaggebend. Dieser bildet sich in den ersten 10 Sekunden und kann nicht wieder rückgängig gemacht werden. Deshalb sollten Sie folgende Kriterien berücksichtigen:
- Händedruck: Er sollte kräftig sein, aber zerquetschen Sie dem Gegenüber auch nicht die Hand.
- Körperhaltung und Gestik: Halten Sie stets Blickkontakt und achten Sie auf eine Gerade Sitzhaltung und nicht zu hektische Gestik.
- Lächeln: Ein freundliches Lächeln macht Sie nicht nur sympathischer, sondern kann auch Ihren Interviewpartner in positivere Stimmung versetzen
Punkt 3: Standardfragen
Jeder Rekruter hat ein bestimmtes Repertoire an Fragen, die immer wieder auftauchen.
Bereiten Sie sich auf solche Standardfragen vor und legen Sie sich eine passende Antwort zurecht. Achtung, nicht ausschweifen! Antworten Sie deutlich und präzise. Trotz allem, vermeiden Sie, dass Ihre Antworten auswendig gelernt klingen.
1. Warum haben Sie sich bei unserem Unternehmen/ für diese Position beworben?
Zeigt der Kandidat Interesse an der Position und kann er sich mit dem Unternehmen identifizieren? Weiß er Bescheid über das Unternehmen? Überlegen Sie sich, warum Sie ausgerechnet in diesem Unternehmen arbeiten wollen.
2. Warum sollten wir uns gerade für Sie entscheiden?
Seien Sie selbstbewusst! Überlegen Sie sich im Vorfeld, welche Ihrer Kompetenzen für die Firma besonders von Vorteil sind. Was macht Sie zur Idealbesetzung?
3. Was sind Ihre Stärken und Schwächen?
Die Antwort darauf sollte gut überlegt sein. Was sind Stärken, die Sie wirklich auszeichnen? Welche Schwächen wirken neutral auf diese Position? Ein absolutes No-Go ist es, jede Schwäche sofort mir einer Stärke aufzuheben. Jeder Mensch hat Schwächen, stehen Sie dazu! Aber vergessen Sie dabei nicht Ihre Stärken.
4. Was sind Ihre beruflichen Ziele in den nächsten Jahren?
Wieder eine Frage vor der jedem Bewerber graut. Zu unrecht. Diese Frage ist eine gute Chance für den Kandidaten, dem roten Faden seines Lebenslaufes Nachdruck zu verleihen. Zeigen Sie dem Rekruter, dass Sie ein Ziel vor Augen haben. Vorsicht! Halten Sie das Gleichgewicht zwischen Zielstrebigkeit und Flexibilität.
5. Haben Sie noch weitere Fragen?
Diese Frage ist eine gute Möglichkeit, dem Gespräch eine persönliche Note zu geben und nochmals Ihr Interesse an der Firma zu bekunden. So ist es immer gut eine Frage überlegt zu haben. Ist jedoch alles geklärt, fragen Sie den Interviewer nach seiner Visitenkarte mit der Bitte, anrufen zu dürfen, wenn weitere Fragen auftauchen. So können Sie sich durch einen späteren Rückruf wieder in Erinnerung bringen und gleichzeitig Ihrem Interesse Nachdruck verleihen.
Denken Sie daran! Bleiben Sie sich selbst treu, selbstbewusst und schlagfertig. Verkaufen Sie sich nicht unter Ihrem Wert, seien Sie immer einen Schritt voraus, dann stehen Ihre Chancen gut.
Punkt 4: Nach dem Gespräch
Nach dem Interview sollten Sie sich Gedanken über Ihre Performance machen. Was war gut, was war verbesserungswürdig? Eine Evaluierung Ihrer eigenen Leistung kann Ihnen dabei helfen, das nächste Gespräch noch souveräner zu meistern und Ihren Auftritt weiter zu verbessern.
Sollten Sie nach einer Woche noch nicht vom Unternehmen gehört haben, können Sie abermals aktiv werden. So zeigen Sie Interesse und auch Selbstbewusstsein.
