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Checkliste Bewerbungsfoto

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Einladung zum Voyeurismus oder doch notwendige Zurschaustellung des eigenen Aussehens? Ein Bewerbungsfoto gehört in jede gute Bewerbung. Dabei ist die Qualität aber maßgeblich für die Aussagekraft der restlichen Bewerbungsunterlagen.

Viele Menschen lassen sich nicht gerne fotografieren. Bewirbt man sich auf eine Anstellung, die man unbedingt haben will, ist die Auswahl und der Versuch die Objektivität zu bewahren gleich noch schwerer. Fragestellungen wie „Sehe ich auf dem Bild gut aus?“, „Wie sieht ein seriöses Foto aus?“ oder „In welcher Größe sollte es beigefügt werden?“ kommen auf.

Wer das richtige Foto auswählen will, sollte auf jeden Fall Zeit und Geld investieren. Urlaubsfotos oder andere Schnappschüsse aus der Freizeit sind nicht geeignet. Der Gang zum Bewerbungsfotografen bleibt einem in vielen Fällen nicht erspart. Erkundigt man sich aber im Vorfeld über die Branche, dann kann ein guter Fotograf einem wertvolle Tipps geben. Indem man ihm nämlich die Berufsbezeichnung oder das Unternehmen nennt, weiß er mitunter vielleicht schon, welchen Ausdruck, welche Kleidung oder auch welches Make-up ein spezieller Konzern verlangt.

Eine Studie der Beratungsagentur Dresscode Business Imageberatung aus dem Jahr 2011 hat ergeben, dass etwa 90 Prozent der Bewerbungsfotos ungeeignet sind. Viele vertreten auch die Ansicht, gar kein Bild beizulegen. Wer sich aber anonym bewirbt, verpasst die Chance, sich als sympathische Person vorzustellen, denn Bilder sagen einfach mehr als tausend Worte.

Damit die Fotos dann aber wirklich das aussagen, was sie wollen, finden Sie hier eine Checkliste wie das Bewerbungsfoto gestaltet sein sollte:

Identifikation: Andere können ein Foto als noch so schön beurteilen, am wichtigsten ist die eigene Meinung. Es muss einem selber gefallen und man sollte das Gefühl haben, dass es einen richtig darstellt. Bei jedem Fotografen hat man für gewöhnlich die Möglichkeit eine Fotostrecke machen zu lassen und die besten auszuwählen.

Aktualität: Auch wenn man sich äußerlich nicht sehr stark verändert hat, sollte das Bewerbungsfoto nicht älter als ein Jahr sein. Es zeigt nämlich auch von Motivation und Willenskraft, dass man sich nicht zu schade ist, seine Bewerbung immer auf dem aktuellsten Stand zu halten.

Auf Vorrat: Dass man sich auf Jobsuche begibt, wird oft nicht geplant, sondern passiert einfach. Im Idealfall sollte man also immer ein aktuelles und passendes Foto zur Hand haben oder wenigstens einen Fotograf seines Vertrauens haben. Denn Jobangebote warten nicht auf einen. Durch eine Bewerbung, die nur zwei oder drei Tage zu spät gesendet wird, können schon einmal die Chancen auf den Job zunichte gemacht werden.

Mehrfachverwertung: Der Grundsatz, dass die Bewerbung für jede einzelne Stelle individuell kreiert werden soll, ist das Um und Auf. Trotzdem kann man ein Bewerbungsfoto aber für mehrere Stellenangebote verwenden. Aufpassen sollte man aber bei der zweimaligen Bewerbung für dasselbe Unternehmen. Auch wenn der erste Kontakt schon mehr als ein Jahr her ist, aber fällt das der Personalabteilung auf, werden Sie gleich als 0815-Kandidat abgestempelt.

Das richtige Outfit: Es ist nicht nötig, Kostüm oder Hemd und Krawatte zu tragen, aber die Kleidung sollte auf jeden Fall arbeitsplatzbezogen sein. Am besten ist es , wenn die Damen die Haare zusammenbinden und auf auffälliges Make-Up und Schmuck verzichten.

Gesichtsausdruck: Durch das Foto sollten einerseits Offenheit und Freundlichkeit, andererseits aber auch Seriosität vermittelt werden. Ein hilfreicher Tipp: Lächeln Sie, aber halten Sie den Mund geschlossen.

Brillenträger: Es ist kein Problem, wenn man ein Foto mit einer Brille beilegt. Allerdings sollte sie nicht zu dicke Bügel haben und das Gesicht nicht verdecken. Oft gibt es auch Probleme bei den Lichteinstellungen. Manche Brillen lassen nämlich Lichtreflektionen zu, was wiederum die Augen teilweise verdeckt.

Gepflegtes Aussehen: Es macht keinen guten Eindruck, sich mit fettigem Haar, unreiner Haut oder zerknitterter Kleidung zu präsentieren. Natürlich ist ein Foto nur eine Momentaufnahme und es kann gerade ein unglücklicher Zeitpunkt gewesen sein. Für den Personaler ist dieser einmalige Eindruck aber der einzige. Also lieber noch einmal einen Spiegel- und Stylecheck durchführen.

Und wo das Foto jetzt positionieren?

Die ideale Größe ist ungefähr fünf mal vier Zentimeter. Das Foto sollte am rechten oberen Eck des Lebenslaufes erscheinen. Besitzt die Bewerbungsmappe ein Deckblatt kann es alternativ auch dort angebracht werden.

Tipp fürs Einscannen: Bei den Bewerbungsfotografen ist es heute schon üblich, dass die Fotos in gedruckter aber auch in digitaler Form erhältlich sind. Trotzdem scannen noch viele Kandidaten Bewerbungsfotos ein. Hier sollte man aber auf jeden Fall darauf achten, dass die Qualität der einer Bewerbung, würdig ist. Durch das Scannen hat man nämlich schnell einmal Flecken, einen Grauschleier oder verpixelte Elemente dabei. Im Zweifelsfall kann auch einfach bei Fotografen angefragt werden, ob die digitalen Dateien noch erhältlich sind.

Bildrechte: www.sxc.hu

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