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10 topaktuelle Bewerbungsfehler

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Bewerbungsfehler, Henrik Gerold Vogel/pixelio.de

Nur eine gut vorbereitete Bewerbung ist eine erfolgreiche Bewerbung! Wer genügend Zeit für CV und Co. aufwendet, die Unterlagen personalisiert und sich abseits von Massendokumenten versucht, im besten Licht zu zeigen, sollte als letzten Check noch die „Top 10 Bewerbungsfehler“ durchgehen – damit bei Bewerbung, Jobinterview etc. ja nichts schief läuft.

Bewerbungsschreiben: „Ich habe Ihr Inserat bei der Jobbörse careesma.at gefunden…“ oder „Ich schließe mein Studium im nächsten Monat ab und bin daher gerade auf Jobsuche…“ – Mit diesen und ähnlichen Sätzen beginnen zahlreiche Anschreiben. Damit hat man sich aber schneller ins Aus kapituliert als man denkt. Der erste Satz ist der wichtigste, versuchen Sie gleich die Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen zu gewinnen. Lassen Sie sich etwas einfallen, schließlich wollen Sie doch, dass der HR-Mitarbeiter weiterliest. Gute erste Sätze beziehen sich sowohl auf die Quelle des Inserats als auch auf die eigene Person:

  • Ich bin der Richtige für Ihr Team! Als ich Ihr Stellenangebot bei der Jobbörse careesma.at gefunden habe…
  • Jung, dynamisch, kreativ und teamfähig – Ihre Stellenbeschreibung auf careesma.at trifft genau auf mich zu.
  • Sie suchen mich? Durch Ihre Stellenanzeige bei der Jobbörse careesma.at haben Sie mich jetzt gefunden.

Bewerbungsbeilagen: Anschreiben, CV und Foto sind fertig und schon ist die Bewerbung abgesendet. Aber halt! Wollen Sie nicht gleich beim ersten schriftlichen Kontakt mit den Entscheidern Ihr Können unter Beweis stellen? Das Beifügen von Arbeitsproben, das Einfügen eines Links unter dem man Ihre bisherigen Veröffentlichungen oder Fotos von Ihren Kreationen bewundern kann, ist kein großer Aufwand. Besitzen Sie eine eigene Homepage oder eine sonstige Referenz im Internet? Auch diese ist prädestiniert Ihre Bewerungsunterlagen zu zieren. Lässt es Ihre Berufssparte zu, dann sollten Sie die Chance Ihr Talent gleich in der Bewerbung in Szene zu setzen auf jeden Fall nützen.

Lebenslauf: Ihr CV wird von oben nach unten gelesen. Ist die erste Jahreszahl, die dort geschrieben steht, der Beginn Ihrer Volksschule in Ihrer Heimatgemeinde? Ein sehr netter Fakt, aber für Ihre Karriere überhaupt nicht aussagekräftig. Nicht umsonst sollte das Aktuellste immer zu Beginn kommen. Schließlich ist Ihre vorherige Anstellung oder die Tätigkeit in den letzten zehn Jahren am interessantesten.

Sprachkenntnisse: In Österreichs Schulen hat das Erlernen von Sprachen einen hohen Stellenwert. Neben Englisch werden Französisch, Italienisch etc. unterrichtet. Jeder muss selbst wissen, wie gut er nach Abschluss der Schulbildung eine Fremdsprache beherrscht. Zu dick auftragen, geht aber für gewöhnlich schief. Bewerber berichten häufig, dass nach der Angabe von guten Kenntnissen im Lebenslauf der Interviewer auch die eine oder andere Frage in der Fremdsprache beantwortet haben wollte. Die Überraschung der Kandidaten war erwartungsgemäß groß.

Bewerbungsfoto: Die Europäische Union hat seit einigen Jahren strenge Normen für Passfotos aufgestellt. Unter anderem darf man auf dem Bild nicht lachen. Verwechseln Sie das nicht mit dem Bewerbungsfoto. Es sollte zwar seriös und professionell aussehen, lachen ist aber nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Eines Ihrer Ziele ist es, die Sympathien für sich zu gewinnen.

Erste Kontaktaufnahme: Ihre Bewerbungsunterlagen sind auf den Weg geschickt und kurze Zeit später kommt auch schon die frohe Botschaft: Sie werden zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Zögern Sie nicht und melden Sie sich umgehend, am besten auch gleich telefonisch. Lassen Sie nämlich einige Tage verstreichen, wird das als fehlendes Interesse Ihrerseits gewertet und vielleicht wurde bereits eine fixe Entscheidung für die Stelle getroffen.

Bewerbungsoutfit: Was zum Jobinterview anziehen? Mit einem schwarzen Hosenanzug liegt man nie verkehrt. Das denken sich vor allem viele Bewerberinnen. Leider aber falsch gedacht. Auch beim Auftreten im Vorstellungsgespräch sollte man seine eigene Persönlichkeit und den individuellen Stil nicht außer Acht lassen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten um sich elegant zu geben, trotzdem aber noch eine gewisse Authentizität zu vermitteln. Auch bei männlichen Bewerbern lässt sich durch kleine Details das Persönliche hervorheben, auch wenn es bei Ihnen wohl oft der Anzug werden wird.

Vorstellungsgespräch I: Sie antworteten brav auf alle Ihnen gestellten Fragen und geben sich extrem passiv. Statt selbst Interesse zu zeigen und über Unternehmen und Anstellung nachzufragen, bevorzugen Sie das Frage-Antwort-Spiel. Einen wirklich guten Eindruck hinterlassen aber nur jene, die es schaffen, das Gegenüber in ein mehr oder weniger natürliches Gespräch zu verwickeln.

Vorstellungsgespräch II: Mit den vielen Fragen will man es Ihnen keineswegs einfach machen. Darunter sind auch Fang- und Schätzfragen, die nur sehr schwer korrekt beantwortet werden können. Zeigen Sie aber keinesfalls, dass Sie komplett ratlos sind und lassen Sie sich nicht aus der Fassung bringen. Viele Kandidaten reagieren nämlich geschockt und antworten „Das weiß ich nicht.“ Besser aber Sie probieren es, als gleich aufzugeben. Eine richtige Antwort gibt es nicht, im allerbesten Falle können Sie sich souverän präsentieren und vielleicht noch einen Sinn für Humor beweisen.

Gehaltsverhandlungen:
Zögerlich fragen Sie nach, ob es nicht monatlich ein bisschen mehr sein könnte. Sobald Ihr baldiger Vorgesetzter merkt, dass er mit Ihnen leichtes Spiel hat und Sie kaum Durchsetzungsvermögen besitzen, sind Ihre Chancen gleich Null. Wenn es um das Thema Gehalt geht, müssen Sie selbstbewusst auftreten und Ihrem Chef klarmachen, dass Sie wissen was Sie wert sind und was Sie wollen.

Bildrechte: Henrik Gerold Vogel/pixelio.de

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